SEO Grundlagen 2

Der perfekte SEO-Text

Du wirst sicher schon oft gehört und gelesen haben, dass dein Text das Keyword so und so viel Mal beinhalten sollte. Oder du hast schon eine der vielen anderen, teils veralteten oder einfach falschen Informationen gelesen, die so in der Internetwildnis unterwegs sind.

Bevor ich dir jetzt erkläre, wie du einen SEO Text bestmöglichst erstellst, vergiss bitte all dein bisheriges Wissen. Und um vorab eines noch klar zu stellen: Es gibt keine Universallösung für den perfekt optimierten Text. Jeder Artikel ist einzigartig und sollte dementsprechend auch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung so behandelt werden.

Das Schlagwort für einen guten Text ist Mehrwert. Bietest du deinen Lesern diesen Mehrwert, so hast du schon so gut wie gewonnen. Einen Text mit Nutzen teilt man gerne, empfiehlt ihn weiter und setzt ein Bookmark für spätere Verwendung.

Die richtige Textlänge

Google mag lange, sinnvolle Texte.
Merke dir das, denn diese beiden Dinge sind schon einmal die Grundlage für jeden Artikel.

Es gibt viele Studien, die zeigen, dass längere Inhalte häufiger gelesen und geteilt werden als kürzere. Ich empfehle dir, niemals einen Text künstlich in die Länge zu ziehen, nur damit du mehr Inhalt hast. Schreibe immer so viel wie möglich aber auch nur so viel wie nötig.

Wenn ich jetzt von einem langen Text spreche, meine ich Artikel mit um die 1.000 Wörter. Dies würde ich dir als Richtwert empfehlen. 1.000 Worte kann man recht schnell lesen und du kannst eine Menge hochwertiger Informationen unterbringen.

Jetzt aber zurück zu meiner Aussage, dass jeder Text einzigartig ist und auch so behandelt werden sollte.

Wenn die zehn am besten rankenden Seiten für dein Keywort im Schnitt 6.000 Worte haben, so ist es sehr schwer, mit einem 1.000 Worte Artikel auf diese erste Suchergebnisseite vorzustoßen. Wenn der Schnitt der Top 10 bei 400 Worten liegt, so hast du allerdings gute Chancen.

Vor dem Schreiben deines Artikels solltest du also dein Keyword bei Google eingeben und dir die zehn ersten Treffer genau anschauen.
Kopiere dir deren Texte in ein Textbearbeitungsprogramm und analysiere die Menge der genutzten Wörter. Bilde daraus einen Durchschnitt und du hast eine gute Vorgabe, an die du dich mit deinem Artikel halten kannst.

Es gibt neben der manuellen Analyse auch tolle Software, die dich bei der Optimierung deines Textes und der Analyse deiner Wettbewerber unterstützt. SEOlyze ist ein unglaubliches Tools, mit dem du für weniger als 40 € pro Monat eine komplette Suite für die Analyse fremder und deiner eigenen Texte bekommst. Das Tool hilft dir dabei, alle deine Texte zu perfektionieren und somit einen großen Vorteil gegenüber allen anderen zu bekommen.

Nachdem du dir einen Überblick über die Textlänge verschafft hast, würde ich dir raten, deinen Artikel immer etwas länger zu schreiben als es der Durchschnitt der Top 10 getan hat. Damit maximierst du deine Erfolgsaussichten, denn sowohl Suchmaschinen als auch Leser mögen Texte, die sich von der Masse abheben und mehr bieten.

Wie du deine Keywords richtig einsetzt

Keywordstuffing ist out.

Um das gleich einmal vorweg zu sagen. Wenn du aus SEO Gründen in deinen Artikeln immer noch möglichst häufig dein Keyword unterbringst, ist Umdenken angesagt. Dadurch entsteht kein SEO Text. Diese Methode gefällt weder deinen Lesern, noch Google. Und wenn das noch nicht reicht, Seiten mit Keywordspam werden von Google abgestraft.

Los. Umdenken.

Selbstverständlich muss dein Keyword nach wie vor in deinem Blogeintrag vorkommen, daran hat sich nichts geändert. Allerdings ist hier mittlerweile viel mehr Fingerspitzengefühl gefordert. Der wichtigste Tipp ist hier, auch wenn er dich langsam nervt, schreibe deinen Artikel für Menschen, nicht Suchmaschinen. Eine natürliche Keywordanzahl kommt hierdurch am besten zu Stande.

Es gibt allerdings trotzdem noch einige Tipps, die ich dir für deinen perfekten SEO Text mit auf den Weg geben möchte.

Baue in deinen Artikel Synonyme, also Wörter mit der selben Bedeutung ein. Statt also fünf Mal „Auto“ zu schreiben, nutze immer mal wieder Worte wie „KFZ“ oder „Kleinkraftwagen“.

Google wertet Seiten nicht mehr nur nach einzelnen Keywords, sondern auch nach dem Thema. Wenn du beispielsweise einen Artikel über Nägel schreibst, so muss Google anhand von genutzten Synonymen und dem umliegenden Text erst einmal herausfinden, ob du nun Fingernägel oder Eisennägel meinst.

Lesbarkeit und Rechtschreibung, wichtige Faktoren für deinen SEO Text

Mittlerweile wird insbesondere von Google auf Inhalte Wert gelegt, die für den Leser geschrieben sind. Aufgrund dessen solltest du auch noch drei weitere Kriterien beachten, die dir möglicherweise nicht gleich als Teile der Suchmaschinenoptimierung in den Sinn kommen.

Ich spreche von der Lesbarkeit deines Artikels, sowie der Rechtschreibung und Grammatik.

Niemand liest gerne einen Text, in dem jeder zweite Satz einen Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthält. Artikel mit solchen Texten werden schnell wieder geschlossen und senden somit schlechte Signale an Google. Denn ein schnelles Abspringen von einer Seite schickt eine Botschaft vom Nutzer an die Suchmaschine: „Hey, hier gefällt es mir nicht und die Seite ist nicht relevant genug, um meine Suche mit den nötigen Informationen zu beenden.“

Die gleiche Auswirkung wie das vorherige Beispiel haben auch Texte, die mit langen Sätzen und so vielen Kommata angereichert sind, dass selbst Kafka in seinem Grab Applaus klatscht und beginnt sich zu fragen, ob diesen Text überhaupt jemals jemand lesen möchte, da er auf den Leser wirkt, als würde er nie enden und sowieso keiner mehr weiß, wie der Satz eigentlich begonnen hat.

Verstehst du was ich meine?

Schreibe kurze Sätze und einfache Worte. Du musst deine Leser nicht mit Schachtelsätzen und möglichst schwierigen Fremdwörtern beeindrucken. Sie möchten deinen Artikel verstehen und Mehrwert daraus gewinnen, nicht das Fremdwörterlexikon nebenher aufschlagen müssen.

Die Lesbarkeit eines Textes kann unter anderem mithilfe des sogenannten Flesch-Wertes geprüft werden. Hierfür gibt es natürlich tolle und kostenlose Online-Tools wie diesen oder den hierSEOlyze bezieht übrigens in seinen verschiedenen Analysen auch den Flesch Wert mit ein.

Der Flesch-Wert gibt anhand einer mathematischen Formel an, wie gut ein Text lesbar ist. In der Formel werden die durchschnittliche Wort und Satzlänge mit zwei weiteren Kennzahlen verrechnet. Anschließend kann man anhand einer Tabelle herausfinden, wie gut lesbar der analysierte Text ist. Je höher der Wert, desto lesbarer ist der Text. Du findest bei Wikipedia eine Tabelle, mit der Einordnung der verschiedenen Werte.

Einzigartige SEO Texte mit Mehrwert

Inspiration ist wichtig. Fast jeder Blogger recherchiert für einen neuen Artikel und liest eine Menge Texte zu dem Thema. Inspiration und Recherche darf allerdings niemals zum Kopieren von Textausschnitten oder gar ganzen Texten werden.

Zum einen bietet das deinen Lesern keinen Mehrwert, zum anderen wirst du von Google für kopierte Texte abgestraft. Schreibe immer einzigartige Texte, die sich von eventuell schon bestehenden Texten anderer Blogger oder Seiten abheben. Schreibe deine Meinung, erzähle aus einer anderen Sichtweise oder hebe dich mit anderen Mitteln ab. Hauptsache, du schreibst einzigartige Texte mit Mehrwert.

Aber was ist denn jetzt eigentlich dieser Mehrwert?

Deine Leser erwarten sich von deinen Artikeln etwas. Ob das die Befriedigung von Neugierde ist, die Lösung für ein Problem oder das Finden von Informationen. Diese Erwartungshaltung deines Lesers darfst du natürlich nicht enttäuschen.

Hilf deinen Lesern dabei, genau das zu finden, was sie in diesem Beitrag suchen.

Das ist Mehrwert.

Liefert dein Artikel einen Nutzen? Weiß der Nutzer nach dem Lesen mehr als vorher? Erklärt der Artikel wie etwas funktioniert?

Liefere deinen Lesern etwas, dass sie sonst in keinem Beitrag und auf keinem anderen Blog finden. Teile dein Wissen, erzähle über deine Erfahrungen, lockere einen langen Artikel mit Humor oder stilistischen Mitteln auf.

Versuche immer anders zu sein. Ob das nun in der Ausführlichkeit deiner Texte liegt, oder in deiner Nähe zu den Lesern. Völlig egal, Hauptsache du setzt dich ab und bist anders.

Lies dir am besten nach dem Schreiben deinen Text noch einmal (besser zweimal) durch und stelle dir vor, nichts über das Thema zu wissen. Oder aber du lässt einen Außenstehenden drüber lesen, das kann oft neue Hinweise zur Verbesserung des Artikels liefern.

Verstehen du und dein Probeleser alles? Weißt du und weiß er nach dem Lesen des Artikels mehr?

Können diese beiden Fragen mit „ja“ beantwortet werden, ist dein Beitrag gut zu verstehen und bietet Mehrwert.

Du bietest also Mehrwert – klasse, du rückst dem Ziel des perfekten SEO Textes immer näher!

Hervorhebungen und Listen

Nun kommen wir wieder zu einem direkten SEO Text Thema. Nachdem die Lesbarkeit und Rechtschreibung nur indirekten Einfluss haben (aber dennoch sehr wichtig sind) kümmern wir uns jetzt um Hervorhebungen und Listen / Aufzählungen in deinen Artikeln.

Zwar haben diese beiden Dinge nur einen kleinen Einfluss auf dein Suchmaschinen-Ranking, allerdings können sie den Unterschied machen zwischen der einen und der nächsthöheren Position.

Hervorhebungen

Hervorhebungen werden im Alltagsgebrauch als „Fett-Schrift“ bezeichnet und zeigen durch ihren Namen schon den Vorteil in der Suchmaschinenoptimierung auf.

Fett geschriebene Worte werden von Lesern als wichtig wahrgenommen und stehen aus dem umliegenden Text hervor.

Google sieht das ähnlich und versteht, dass Hervorhebungen für den Text, das Thema und den Nutzer wichtig sein müssen.
Du solltest also in deinen Texten wichtige Worte oder Phrasen hervorheben. Idealerweise enthalten diese auch dein Keyword.

Im Visuellen Editor von WordPress kannst du ganz einfach die gewünschte Stelle in deinem Text markieren, und in der Werkzeugleiste auf das „b“ klicken. Dadurch fügt der WordPress Editor automatisch den HTML Code für Hervorhebungen <strong> ein.

Dieser HTML Tag zeigt auch direkt wieder, dass ein Wort wichtig ist, denn es wird ja als strong = stark markiert.

Arbeitest du im Texteditor, kannst du diesen Tag entweder wieder über die Werkzeugleiste oder natürlich auch selber eingeben. Wie bei den Überschriften auch, muss der Tag vor dem gewünschten Wort mit <strong> geöffnet werden und nach dem Wort wieder mit </strong> geschlossen werden.

Beispiel:

  1. <strong>Ich bin wichtiger Text und erscheine in Fettschrift</strong>

Listen

Auflistungen sind etwas tolles in der Welt des Bloggens. Lange Texte lassen sich übersichtlich und kurz zusammenfassen um dem Leser noch einmal ein Fazit bieten. Noch viel besser ist, dass Aufzählungen auch noch einen Einfluss auf dein Suchmaschinen-Ranking haben. Denn du kannst nicht nur dein Keyword noch einmal unterbringen, es wird sogar von Google als wichtiger wahrgenommen, wenn es in einer solchen Auflistung steht.

Die Voraussetzung für die SEO-technischen Vorteile ist eine korrekte Auszeichnung der Listen mit HTML. Hier unterstützt dich WordPress selbstverständlich wieder sowohl im visuellen- als auch im Texteditor.

Der Visuelle Editor bietet dir wieder in der Werkzeugleiste, oberhalb des Textfeldes, die Optionen Aufzählung und nummerierte Liste. Die Variante Aufzählung hilft dir bei der Erstellung einer Liste mit Punkten davor. Mit der nummerierten Liste passiert dasselbe, nur dass die einzelnen Listenpunkte mit Nummern davor versehen werden.
Du kannst aber auch, um die Kontinuität des Schreibens aufrecht zu erhalten, einfach mit der Kombination, die du vermutlich aus deinem Textbearbeitungsprogramm kennst „ – Leerzeichen Text“ eine Liste starten. Mit der Taste Return kannst du dann zum nächsten Aufzählungspunkt springen.

Im Texteditor hast du auch wieder die Möglichkeit, über die Werkzeugleiste Listen einzufügen. Hier sind die Buttons benannt nach den HTML Tags ul ol und li. In diesem Fall bedeutet ul „unordered List“, also eine Liste mit Aufzählungspunkten und ol „ordered List“, also eine Liste mit Nummerierung, li steht für die einzelnen Listenpunkte.

Du kannst also easy mit einem Klick die jeweiligen Tags einfügen, musst sie allerdings auch wieder mit einem erneuten Klicken nach dem jeweiligen Text schließen. Das ist in der Praxis recht umständlich, da du jedes mal die Hand von der Tastatur nehmen musst.

Ich empfehle dir, entweder schnell die benötigten Tags zu tippen (du kannst sie ja auch einmal eingeben und dann per copy & paste einfügen) oder den visuellen Editor zu nutzen. Das spart Zeit und auf die Dauer auch Nerven.

Damit du das Ganze auch visuell einmal zu Gesicht bekommst, hier ein Beispiel für eine nummerierte Liste:

  1. <ol>
  2. <li>Ich bin ein Listenpunkt</li>
  3. <li>Ich bin der zweite Listenpunkt</li>
  4. <li>Ich bin der letzte Listenpunkt</li>
  5. </ol>

Die Nutzungsmöglichkeiten für Listen sind sehr vielfältig. Ich nutze sie gerne, um am Ende eines Artikels oder Themas das ganze noch einmal für den Leser zusammenzufassen und eine kleine Übersicht zu bieten.

Was du dir für deine SEO Texte merken musst

  • schreibe so viel wie möglich, aber auch nur so viel wie nötig
  • schreibe immer etwas mehr als die Top 10 Suchtreffer deines Ziel-Keywords
  • schreibe deine Artikel für Menschen, nicht für Suchmaschinen
  • schreibe möglichst kurze Sätze und einfache Worte
  • biete deinen Lesern Mehrwert
  • nutze Listen, um deine Inhalte aufzulockern, zusammenzufassen und dein Keyword unterzubringen

 

 

Wie eine Suchmaschine Bilder erkennt

Natürlich kann eine Suchmaschine nicht wie wir Menschen ein Bild sehen und die zu sehenden Objekte erkennen. Allerdings gibt es drei Anhaltspunkte für Google & Co, anhand derer sie Bilder einstufen und thematisch zuordnen.

Zunächst einmal wird schon der Dateiname deiner Bilder relevant wenn es um die Suchmaschinenoptimierung geht. Also ist schon Optimierung vor dem Hochladen des Bildes gefordert. Wenn dein Bild dann hochgeladen ist, gibt es noch weitere Faktoren. Zum einen wäre da der sogenannte Title des Bildes. Dieser ist etwa vergleichbar mit dem Title deiner Seite und fungiert als Überschrift. Zum anderen gibt es noch einen sogenannten alt-Tag, der eine Beschreibung des Bildes darstellt und in verschiedenen Situationen genutzt wird.

Wie du deine Bilder optimierst

Der Dateiname

Achte immer darauf, dass alle Bilder eines Artikels sinnvoll benannt sind, und nicht „Bild1.jpg“ heißen.

Wenn du beispielsweise einen Artikel über den VW Beetle schreibst, dann nenne dein Artikelbild, dass einen roten VW Beetle in einem bunten Herbstwald zeigt z.B. „VW-Beetle-rot.jpg“. Schon hat Google eine erste Einschätzung, was auf dem Bild abgebildet wird. Das optimierte Benennen eines Bildes muss natürlich schon vor dessen Upload geschehen.

Du kannst das Bild direkt beim Speichern, nach dem Bearbeiten mit einem Bildbearbeitungsprogramm, optimal benennen. Wenn das Bild schon gespeichert ist, kannst du mit einem Rechtsklick auf das Bild die Option umbenennen wählen (Windows) oder aber das Bild markieren und die Eingabe Taste drücken (Mac).

Der alternative Tag

Wenn du dein Bild dann in die WordPress Mediathek hochgeladen hast, kannst du weitere Details zu diesem Bild eingeben. Das nächste, sehr wichtige Attribut, ist der sogenannte alt-Tag. Alt steht hier für „alternative“.

Um diesen Tag einzugeben, klickst du einfach auf das von dir hochgeladene Bild, und findest in der rechten Sidebar neben der Großansicht deines Bildes nun unten den Alternativtext.

Dieser Tag spielt für Suchmaschinen eine große Rolle, aber auch für einige Nutzer ist der alternative Tag äußerst wichtig. Um dein Keyword durch alt Tags zu stärken solltest du es möglichst zu Beginn des Tags einfügen.

Ein gutes Beispiel für einen alt Tag wäre, wenn wir bei unserem VW Beetle Bild bleiben:

„Roter VW Beetle in einem bunten Herbstwald“

So hast du das Keyword gleich am Anfang mit drin, aber auch gleichzeitig das Bild gut beschrieben.

Den alternative Tag bekommen beispielsweise Menschen, die sich aufgrund von Blindheit oder einem anderen Faktor, Websites mit einem Screenreader vorlesen lassen, anstatt des Bildes vorgelesen. Denn selbstverständlich kann auch ein Screenreader genau wie Suchmaschinen kein Bild erkennen. Der alternative Tag wird zudem auch angezeigt, wenn das Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann.

Google mag es sehr, wenn Bilder mit alternative Tags versehen sind, denn es wird mittlerweile großer Wert auf Accessibility, also gleichen Zugang einer Website für behinderte und nicht behinderte Menschen, gelegt. Fülle also immer die alt Tags aller Bilder aus. Du musst nicht bei jedem Bild auf biegen und brechen dein Keyword unterbringen, fülle aber immer alle alternative Tags sinnvoll aus.

Der title Tag

Ja richtig, wir kommen erneut (wie bei unserem 1. Artikel dieser Serie) zu deinem Title Tag. Jedoch geht es dieses Mal um den Title von Bildern, nicht den der Seiten. Jedes Bild kann somit eine eigene Überschrift bekommen. Diese Überschrift hat in den meisten Fällen lediglich die Auswirkung, dass der eingegebene Text beim Hovern über dem Bild angezeigt wird. Hovern bedeutet, dass die Maus über das Bild geführt wird.

Allerdings gibt es auch einen minimalen Einfluss auf das Suchmaschinenranking, und ich empfehle jede kleine Chance auf Verbesserung wahrzunehmen. Insbesondere, wenn sie so einfach umzusetzen ist wie der Title Tag eines Bildes.

Du kannst ihn direkt im selben Fenster wie den alternative Tag hinterlegen. Klicke einfach das Bild in der WordPress Mediathek an, und auf der rechten Seite neben dem Bild kannst du den Titel eingeben.

Ich setze als Title Tag gerne eine Kombination aus dem Dateinamen, dem alt Tag und häufig noch kurzer Info für den Nutzer. Somit ergibt sich eine etwas abgewandelte Beschreibung des Bildes, mit eingebautem Keyword – perfekt.

Beispiel:
„Hier siehst du einen roten VW Beetle, fotografiert im Beispielwald letzten Herbst 2014“

Was du dir zu Bildern merken musst

  • Suchmaschinen können keine Bilder erkennen, du musst sie ihnen beschreiben
  • optimiere bei jedem Bild Dateinamen, title und alt-Tag
  • der Dateiname muss vor dem Hochladen optimiert werden
  • der title Tag wird beim Hovern mit der Maus angezeigt
  • der alt Tag spielt eine große Rolle für die Suchmaschinenoptimierung
  • alt Tags sind nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für die Accessibility wichtig

Warum du die Google Webmaster Tools nutzen solltest

Google Webmaster Tools Übersicht aller Features

Alle Features in den Google Webmaster Tools

Die Google Webmaster Tools sind deine direkte Schnittstelle zu allen Tools, die Google für Webmaster bereitstellt. Ist dein Blog mit den Tools verbunden, kannst du folgendes (und vieles mehr) nutzen:

  • Übersicht über die Suchanfragen, zu denen dein Blog gelistet wurde
  • Ungefähre Werte zu den Impressionen, Klicks & Position pro Keyword
  • Sitemap einreichen
  • Manuelles Crawling starten
  • Crawling Fehler und Crawling Statistiken einsehen
  • Indexierungsstatus & Sicherheitsprobleme einsehen
  • Übersicht manueller Maßnahmen

Du fragst dich jetzt sicherlich bei dem ein oder anderen Punkt, was zur Hölle schon wieder Crawling, Indexierung, Impressionen oder manuelle Maßnahmen sind. 🙂
Keine Sorge, ich löse alle Punkte kurz auf:

Übersicht der Suchanfragen

Die Webmaster Tools sind mittlerweile die einzige Quelle, um die genauen Suchbegriffe einzusehen, für die eine Website bei Google erschienen ist.

Impressionen, Klicks & Position

Du bekommst zu den einzelnen Suchbegriffen ungefähre Werte, wie häufig dein Blog für diesen Begriff gelistet wurde (Impressionen), wie oft auf deine Seite in den Suchergebnissen geklickt wurde (Klicks) und auf welcher Position deine Seite erschienen ist (Position).

Sitemap einreichen

Eine Sitemap ist eine Übersicht über alle Unterseiten deines Blogs. Diese kannst du bei den Webmaster Tools einfügen, um Google einen „Wegweiser“ zur Hand zu geben, all deine Seiten zu finden.

Manuelles Crawling starten

Über das manuelle Crawling (abrufen deines Blogs durch automatisierte, kleine Programme) kannst du Google sagen, dass deine gesamte oder auch nur Teile deiner Seite neu abgerufen werden sollen. Somit kannst du neue Inhalte schnell durch Google abrufen lassen.

Crawling Fehler und Statistiken

Hier bekommst du eine Übersicht über die Fehler beim Crawling, die beispielsweise durch fehlende oder nicht erreichbare Seiten entstehen. Zudem kannst du sehen wie viele Seiten durch Google gecrawlt wurden und wie lange das gedauert hat.

Indexierungsstatus und Sicherheitsprobleme

Auf der Seite „Indexierungsstatus“ wird dir in einem Chart die Menge der eingelesenen Seiten im Verhältnis zum Datum angezeigt. Um die Nutzer auf keine Website zu leiten, die schädlich ist, bzw. gehackt wurde, prüft Google ob Anzeichen für genau diese Probleme vorhanden sind. Falls ja, wird dir das unter „Sicherheitsprobleme“ angezeigt.

Übersicht manueller Maßnahmen

Es kommt vor, dass eine Website durch Google abgestraft wird. Dies passiert, wenn beispielsweise Linkkauf entdeckt wird oder Maßnahmen vorgenommen wurden, die gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen. Ist dies der Fall, bekommst du über die Webmaster Tools eine Meldung.

Na, überzeugt? 🙂

Die Webmaster Tools von Google sind eigentlich Pflicht für jeden Besitzer eines Internetauftritts. Kommen wir dazu, wie du sie mit deiner WordPress Installation verbindest.

Wie du die Google Webmaster Tools mit WordPress verbindest

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die Webmaster Tools mit einer Website zu verbinden. Mit WordPress ist das am einfachsten, wenn du das Plugin „SEO by Yoast“ installiert hast. Es gibt natürlich auch Möglichkeiten ohne Plugins, diese werde ich dir auch kurz vorstellen. Das „SEO by Yoast“ Plugin ist allerdings eins der besten und wichtigsten Plugins für deinen Blog, wie du auch in meiner Artikelserie SEO Grundlagen, die jeder WordPress Blogger kennen muss nachlesen kannst.

Verbinden mit dem Plugin „SEO by Yoast“

Das bekannte SEO Plugin bietet die Möglichkeit, einen Code aus den Webmaster Tools einzufügen. Dadurch wird die Inhaberschaft der Seite schnell und einfach bestätigt. Ich zeige dir in 8 Schritten, wie du deine Seite in weniger als 5 Minuten mit den Google Webmaster Tools verbindest.

  1. Logge dich mit deinem Google Konto bei den Webmaster Tools ein oder registriere dich wenn du noch kein Konto hast
  2. Klicke rechts oben auf den Button „Property hinzufügen“ und gib die Adresse deines Blogs ein
  3. Gehe jetzt auf den Reiter „Alternative Methoden“ und klicke „HTML-Tag“ an
  4. Jetzt musst du den Code zwischen den Anführungszeichen hinter content kopieren. Beispiel: content=“kopiere-diesen-code“

    Google Webmaster Tools HTML Tag Bestätigung

    Kopiere den markierten Code

  5. Wechsle jetzt in das WordPress-Backend deines Blogs und navigiere zu Generell -> Webmaster Tools
  6. Füge in das Feld hinter Google Search Console nun den kopierten Code ein
  7. Mit einem Klick auf „Änderungen übernehmen“ im WordPress Backend wird der Code auf deiner Seite untergebracht
  8. Nun kannst du bei den Webmaster Tools auf „Verify“ klicken und schon ist deine Website mit den Webmaster Tools verbunden

Ging doch schnell oder? 😉

 
Schon kannst du mit den Webmaster Tools auf deinen Blog zugreifen und die anfangs genannten Features nutzen.

Verbinden ohne Plugin

Google bietet insgesamt fünf Möglichkeiten an, deinen Blog mit den Webmaster Tools zu verbinden. Eingeteilt sind diese in eine „empfohlene Methode“ und vier „alternative Methoden“. Ich empfehle dir, auf jeden Fall die oben beschriebene Methode zu nutzen, wenn du das Plugin SEO by Yoast sieso installiert hast. Falls nicht, gibt es zwei Varianten, die am einfachsten umzusetzen sind. Ich stelle dir diese beiden nun kurz vor.

Verbinden via Google Analytics

Diese Methode kommt natürlich nur in Frage, wenn du deinen Blog bereits mit Google Analytics verbunden hast. Ist das der Fall, musst du nur sichergehen, dass du den asynchronen Tracking-Code verwendest (das ist in der Regel der normale Tracking-Code) und auf all deinen Blogseiten hinterlegt hast. Wenn das so ist, musst du nur noch auf „Bestätigen“ klicken, und schon ist deine Inhaberschaft bestätigt.

Verbinden via HTML-Dateiupload

Bei dieser Variante lädst du eine ca. 50 bytes kleine HTML Datei herunter, die du im Anschluss mithilfe deines FTP Programmes in das Standardverzeichnis deiner WordPress Installation hochladen musst. Du kannst danach über einen von Google vorgegebenen Link testen, ob der Upload erfolgreich war und die Datei an der richtigen Stelle hochgeladen wurde. Wenn du die Datei über diesen Link aufrufen kannst, musst du in den Google Webmaster Tools nur noch auf „Bestätigen“ klicken, und schon ist deine Seite bestätigt. Auch nach dem Bestätigen darfst du die Datei allerdings nicht mehr entfernen, da Google sonst nicht mehr überprüfen kann, ob du wirklich der Inhaber der Website bist.

Was du dir zur Verbindung mit den Google Webmaster Tools merken musst

  • Die Google Webmaster Tools sind Pflicht für jeden Blogger

 

  • Du kannst viele wichtige Tools nutzen, wenn du verbunden bist
  • Am einfachsten erfolgt die Verbindung über das Plugin SEO by Yoast
  • Ohne Plugin sind die besten Varianten zur Verbindung der HTML Dateiupload und Google Analytics

Was sind sprechende URLs?

Im Grund erklärt der Name die Funktion schon selber. Es geht bei sprechenden URLs darum, dass nach der Domain (www.xy.de) eine Aussage steht, und keine Zahlen- und Zeichenfolge, die niemand versteht. Im Idealfall kommuniziert die URL somit die Überschrift der Seite und dient gleichzeitig dem Nutzer zur Orientierung und der Suchmaschine zur Identifizierung des Themas.

Für die Suchmaschinenoptimierung spielen sprechende URLs deiner Artikel und Seiten eine große Rolle. Google stuft die Aussage einer URL als wichtig ein, da sie so prominent in der Adressleiste platziert ist und zudem bei Backlinks auf deine Seite als Ankerdienen.

Wo wir gerade von Backlinks sprechen: Da als Linktext häufig die URL einer Seitegesetzt wird, bieten sprechende URLs auch hier einen Vorteil. Stelle dir vor, du liest einen Artikel, der auf eine weiterführende Seite verlinkt. Als Linktext steht hier nun „www.xy.de/?p=123“ . Du weißt nun nicht genau, auf welche Unterseite der Domain xy.de du geführt wirst und weißt auch nicht, was dich dort erwarten wird.
Wenn der Linktext allerdings „www.xy.de/vw-beetle-test“ heißt, weißt du genau, auf welche Seite du geführt wirst und welche Inhalte dort auf dich warten.

Wie du deine URLs optimierst

Sprechende URLs sind einfach zu erstellen. Häufig kann man eine Kurzform der Überschrift, oder sogar die gesamte Überschrift des Artikels nutzen. Es geht darum, die URL möglichst kurz zu halten, in 1-3 Worten das Keyword unterzubringen und gleichzeitig dem Nutzer mitzuteilen, was ihn auf der Seite erwartet.
Eine URL sollte auf jeden Fall nie im Stile dieses Beispiels aufgebaut sein, das wäre keine sprechende URL:

…/die-10-ganz-einfachen-schritte-wie-du-deine-urls-optimieren-kannst

Halte die Url kurz und platziere dein Keyword weit vorne. Gute Beispiele wären:

…/url-optimierung oder
…/urls-optimieren

Das war es auch schon fast. Jetzt gibt es nur noch zwei Tipps:
Nutze immer nur Kleinschreibung. Wenn du Großschreibung einsetzt, wird es für Nutzer schwieriger sich die URL zu merken und aus dem Kopf wieder einzugeben. Zudem wird es schwieriger dich zu verlinken, da man beim Setzen des Links noch auf die Schreibweise achten muss.

Nutze keine Umlaute in deinen URLs, denn das ist nicht erlaubt. WordPress ist mittlerweile aber an die deutsche Sprache angepasst und macht automatisch aus einem ä ein a, aus einem ü ein u und aus einem ö ein o. Natürlich kannst du auch immer manuell Umlaute im Stil „ue, oe, ae“ eingeben, damit Suchmaschinen und Nutzer verstehen, dass Umlaute gemeint sind.

Wie du deine URLs einfügst

Wie immer bei WordPress ist es super einfach, eigene URLs einzufügen. Ich würde dir allerdings zusätzlich zum manuellen Ändern der URLs raten, deine gesamte Permalinkstruktur anzupassen. Wie das geht erkläre ich in meinem WordPress Grundlagenartikel „Wie du in WordPress erste Schritte richtig angehst“.

Du kannst die URL einer Seite oder eines Beitrages ganz easy ändern, indem du direkt unterhalb des Titels der Seite, auf bearbeiten hinter der URL klickst. Nun gibst du einfach deine gewünschte URL ein und klickst ok. WordPress füllt eingegebene Leerzeichen automatisch mit einem Minus, da eine URL keine Leerstellen enthalten darf.

Sprechende URLs in WordPress eingeben

Klicke auf Bearbeiten um die URL zu ändern

Aufpassen bei nachträglichen URL Änderungen

Wenn du einen Artikel bereits online gestellt hast, nachträglich aber die URL in eine sprechende URL ändern möchtest, dann musst du folgendes tun:

Erstelle mithilfe des Plugins „Simple 301 redirects“ eine Weiterleitung von der alten auf die neue URL. Das solltest du machen, da sonst bisher gesetzte Backlinks zu deinem Artikel auf eine Fehlerseite führen. Klar, die alte URL ist ja auch nicht mehr vorhanden. Außerdem verlierst du ohne eine Weiterleitung die Linkpower bisheriger Backlinks.

Leider kann nicht verhindert werden, dass die Anzahl der Shares auf social Networks verloren gehen. Falls du also einen Zähler nutzt, der die Anzahl der Shares, Tweets und +1 anzeigt, wird dieser nach der URL Änderung auf 0 zurückspringen. Das ist allerdings ein kleiner Preis, für eine potenziell bessere Positionierung bei Google.

So, das war es auch schon. Schon fertig 🙂

Was du dir zu sprechenden URLs merken musst

  • Sprechende URLs sind sehr relevant für Suchmaschinen
  • sprechende URLs kommunizieren den Inhalt der Seite
  • du kannst die URLs unterhalb des Seiten- / Beitragsnamens bearbeiten
  • halte deine URLs bei 1-3 Wörtern
  • nutze nur Kleinschreibung in deinen URLs

Arten von Suchanfragen

Um das optimale Keyword für deinen nächsten Artikel herauszufinden, musst du zunächst einmal wissen, dass es unterschiedliche Arten von Suchanfragen gibt. Je nach Art der Suche, hat der Nutzer unterschiedliche Absichten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Arten von Suchanfragen:

1. Informationsorientierte Suchanfragen

Eine gute Nachricht! Zumindest für den Großteil der Blogger, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen teilen möchten.
Die meisten Suchanfragen bei Google haben Informationen zum Ziel. 

Google Knowledge Graph

Suchergebnisseite bei informationsorientierten Keywords mit Knowledge Graph und ohne Adwords Werbung

Bei etwa 60% der Suchen möchte ein Nutzer weiterführende Informationen zu einem bestimmten Thema erhalten. Häufig fällt bei den Ergebnistreffern solcher Suchanfragen auf, dass wenig oder keine Google Adwords Werbung gebucht ist. Oft wird auch der Google Knowledge Graph eingeblendet und Wikipedia befindet sich an einer der ersten Positionen.

Diese informationsorientierten Suchanfragen sind die wichtigsten für uns Blogger. Wir bieten Antworten auf Fragen von Nutzern und haben mit diesen ca. 60% aller Suchanfragen gute Karten, Mehrwert zu liefern.

Beispiele:

„französische Revolution Dauer“
„Kann ein Königspinguin fliegen?“

2. Navigationsorientierte Suchanfragen

Bei diesen Suchanfragen werden beispielsweise Internetadressen eingegeben, an die sich der Nutzer zum Teil erinnert. Das heißt, dass er die Adresse nicht mehr komplett weiß, sich unsicher bei der Schreibweise ist oder die Endung vergessen hat. Das Ziel des Suchenden ist, bei diesen etwa 20% aller Anfragen, auf eine gewisse Seite weitergeleitet zu werden, ohne die richtige Adresse zu kennen.

Beispiele:

„Microsoft . com“
„Amason.de“

3. Transaktionsorientierte Suchanfragen

Die restlichen ca. 20% der Suchen werden mit einer klaren Kaufabsicht getätigt. In diesem Fall möchte der Nutzer etwas kaufen und sucht hierfür einen Online-Shop, Marktplatz oder ähnliches. Diese Suchanfragen haben normalerweise einen hohen Wettbewerb.

Beispiele:

„Bettgestell kaufen“
„Staubsauger günstig online kaufen“

Longtail und Shorttail Keywords

Kommen wir nun zu der Unterscheidung zwischen zwei den zwei Arten von Keywords. Longtail und Shorttail-Keywords unterscheiden sich, wie der Name schon vermuten lässt, in ihrer Länge. Suchanfragen mit mehreren Wörtern werden als Longtail-Keywords bezeichnet. Kurze Anfragen mit einem, zwei oder drei Wörtern sind sogenannte Shorttail-Keywords.

Longtail-Keywords

Wir Blogger lieben Longtail-Keywords. Sie bieten uns die Möglichkeit, mit verhältnismäßig kleinen Websites und wenig Aufwand, gute Positionen bei Google zu erhalten.

Je mehr Wörter eine Suchanfrage enthält, desto seltener wird mit dieser gesucht. Durch wenige Suchanfragen pro Monat, gibt es nur geringen Wettbewerb. Je geringer der Wettbewerb, desto einfacher kann eine gute Position bei Google erreicht werden.

Und nicht nur der niedrige Wettbewerb ist ein großer Vorteil der langen Suchanfragen. Durch die sehr spezifische Wahl der Frage des Nutzers kannst du sehr gut deine Zielgruppe erreichen. Hierfür musst du nur herausfinden, welche Fragen deine potenziellen Leser stellen.

Beispiel:

„Wie viel Körperfett habe ich“ wird bei Google monatlich etwa 170 Mal gesucht. Keine hohe Zahl, deswegen gibt es hier auch nur geringen Wettbewerb.

Longtail-Keywords werden selten gesucht, wodurch es einen niedrigen Wettbewerb gibt und es einfach ist, eine gute Position zu erreichen.

Shorttail-Keywords

Das Gegenteil der Longtails sind die Shorttail-Keywords. Diese bestehen aus nur wenigen Wörtern und werden sehr häufig gesucht. Durch diese Suchhäufigkeit sind entsprechend viele Websites auf dieses Shorttail-Keyword optimiert, wodurch der Wettbewerb sehr hoch ist. Hoher Wettbewerb führt hier zu nur sehr schwer zu erreichenden guten Positionen bei Google.

Bei solch kurzen Suchanfragen gibt es zudem häufig eine große Anzahl an Streuverlusten. Mit nur einem, zwei oder drei Wörtern kann eine Suche mehr als nur ein Ziel haben. Dadurch passiert es gezwungenermaßen, dass viele der Suchenden gar nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehören.

Beispiel:

„Körperfett berechnen“ wird ca. 2.900 Mal pro Monat gesucht und bietet somit hohes Potenzial für viele Besucher. Dementsprechend ist auch die Konkurrenz hoch.

Shorttail-Keywords werden häufig gesucht, wodurch es einen hohen Wettbewerb gibt und gute Positionen nur schwer zu erreichen sind.

Keywordrecherche in 3 Schritten

Nachdem du die verschiedenen Arten von Suchanfragen und Keywords kennen gelernt hast, kümmern wir uns jetzt um die eigentliche Keywordrecherche. Da du vermutlich, genau wie ich auch, nicht unbedingt auch noch Geld hierfür ausgeben willst, habe ich die Anleitung mit kostenlosen Tools zusammengestellt. Man kann diese drei Schritte mehr oder weniger ausführlich durchziehen. Wichtig ist nur, dass du überhaupt eine Keywordrecherche durchführst.

Du bekommst durch die gefundenen Suchanfragen nicht nur potenzielle Keywords, auf die du optimieren kannst, du bekommst auch einen Einblick in die Denkweise deiner Leser. Häufig wirst du auch in den vielen Suchphrasen Inspiration für neue Artikelfinden.

1. Brainstorming

Zunächst einmal öffnest du dir eine neue Excel Datei. Jetzt trägst du hier alle Begriffe und Suchphrasen ein, die dir zum Thema deines nächsten Artikels einfallen. Mir hilft es immer sehr, eine Mindmap zu erstellen, mein Thema in der Mitte zu platzieren und im Anschluss alle möglichen Richtungen dieses Themas auszubauen.

Leider bekommt man selber immer sehr schnell einen Tunnelblick, wenn man sich intensiv mit einem Thema beschäftigt. Deswegen fragst du am besten auch noch Freunde, Bekannte oder sogar deine eigenen Leser, wie sie nach einem Artikel zu diesem Thema suchen würden.

Die Antworten trägst du nun wieder alle in deine Excel Liste ein.

2. Google Suggest & verwandte Suchanfragen

Als nächstes gibst du die Keywords in die Google Suchmaske ein, ohne Enter oder suchen zu drücken. Am besten benutzt du hierfür die Shorttail-Keywords, die sich in deinem Brainstorming ergeben haben.

Google Suggest Screenshot

Google Suggest

Nun schaust du dir an, was Google Suggest(die automatische Vervollständigung unerhalb der Suchmaske) für Suchphrasen vorschlägt. Diese werden immer wieder gesucht und deshalb vorgeschlagen.

Füge diese in deine Excel Tabelle ein (natürlich nur, wenn sie auch Sinn ergeben und zu deinem Thema passen).

Verwandte Suchanfragen zu Keyword bei Google

Verwandte Suchanfragen bei Google

Jetzt drückst du dann doch noch Enter, um nach deinem eingegebenen Keyword zu suchen. Scrolle ganz nach unten und du bekommst bis zu acht verwandte Suchanfragen zu deinem eingegebenen Keyword angezeigt.

Diese kannst du auch in deine Tabelle übernehmen.

3. Hypersuggest & Übersuggest

Zum Abschluss deiner Recherche, solltest du noch die Macht der beiden Tools Hypersuggest und Übersuggest nutzen.

Übersuggest Keyword Tool Screenshot

Übersuggest Suchmaske

Bei Übersuggest kannst du ein Keyword eingeben und dir mögliche Suchbegriffe, die dieses Keyword am Anfang enthalten, ausgeben lassen.

Hypersuggest geht sogar noch einen Schritt weiter. Dieses Tools bietet dir noch weitere Möglichkeiten. So findet es für dich Keywordphrasen, die dein eingegebenes Keyword sowohl am Anfang, als auch am Ende enthalten. Die für Blogger häufig noch weit wichtigere Funktion der W-Fragen ist ebenfalls enthalten. Gibst du also dein Keyword ein und lässt nach den W-Fragen suchen, bekommst du eine Liste mit praktischen Longtail-Keywords, die auf den W-Fragen beruhen (Wie…, Was…).

Hypersuggest Keyword Tool Screenshot

Hypersuggest Suchmaske

Für uns Blogger sind diese Frage-Keywords eine wahre Goldgrube. Einen Artikel mit der Überschrift „Wie viel Körperfett habe ich?“ zu schreiben, kann dir durch geringen Wettbewerb relativ einfach zu guten Rankings verhelfen.

Trage nun die sinnvollen Keywords aus diesen beiden Tools, oder auch nur einem, wieder in deine Excel Liste ein.

Keywordanalyse

Google Keyword Planer Screenshot

Google Keyword Planer

Puh, so jetzt hast du eine ganz schön lange Liste vor dir. Es wird Zeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Du brauchst jetzt den Google Keyword Planner. Mit diesem Tool können die Suchanfragen pro Monat abgefragt werden.

Großzügigerweise stellt Google dieses Tool kostenlos zur Verfügung. Du musst dich nur bei Google Adwords anmelden. Im Anschluss kannst du in der Menüleiste unter Tools den Keyword-Planer wählen.

Google Adwords Keyword Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen

Google Adwords:
Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen

Öffne jetzt den Tab Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen. Kopiere einfach die Keywords aus deiner Tabelle in die Eingabemaske, stelle Standort und Zeitraum ein und klicke auf Suchvolumen abrufen.

Das Tool gibt dir jetzt die ungefähren monatlichen Suchanfragen für die einzelnen Keywords aus und zeigt dir zudem den Wettbewerb an. Beachte aber, dass es sich um den Wettbewerb bei Adwords, also der bezahlten Werbung handelt. Allerdings kann man sich zu Beginn super daran orientieren.

Du kannst mit einem Klick auf die Überschrift der Spalte „Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat“, die Keywords nach dem Suchvolumen sortieren.

So, fast fertig 🙂

Jetzt suchst du dir Keywords raus, die am besten ein Suchvolumen von 300 – 2.000 Anfragen haben und einen möglichst niedrigen Wettbewerb. Denke daran, je höher das Suchvolumen, desto mehr Websites versuchen für dieses Keyword zu ranken. Oft ist es sinnvoller, ein Keyword mit 300 Suchanfragen pro Monat zu wählen und hier auf Seite eins zu landen, als für ein Keyword mit 2.000 Anfragen auf Seite 2 oder 3 zu verschwinden…

Denn wie heißt es so schön?
Wenn du eine Leiche verstecken willst, die niemals gefunden wird, dann verstecke sie auf Seite 2 bei Google 🙂

Na das war es doch auch schon, du hast jetzt super Keywords herausgefunden, die du verwenden kannst. Fokussiere dich am besten immer auf eins davon, maximal zwei. Achte darauf, dass du mit deinem Artikel das Problem der Suchenden löst.

Los gehts mit der Optimierung!

 

 

Warum Linkbuilding für deinen Blog wichtig ist!

Der ursprüngliche Gedanke von Tim Berners Lee zu Verlinkungen im Internet war die Referenzierung auf andere interessante Webseiten. Er hat dieses Prinzip von wissenschaftlichen Arbeiten abgeleitet und diese Quellenverweise auch für das Internet genutzt.

Google als junge Suchmaschine hat diese Links zu Nutzen gemacht und einen linkbasierten Algorithmus entwickelt, um Webseiten Inhalte auf Basis ihrer Links zu bewerten und nach ihrer Relevanz zu reihen. Auch wenn sich die Gewichtung von Relevanz und Content in den letzten Jahren etwas verschiebt und Google feinfühliger in der Bewertung von Webinhalten geworden ist, sind und bleiben Links auf deine Webseite ein wichtiger Bestandteil des Google Algorithmus.

Wir wollen, dass auch dein Blog erfolgreich wird, und aus diesem Grund haben wir hier für dich 7 Linkbuilding Methoden für deinen Blog zusammegefasst. Aber Vorsicht, gehe nicht einfach drauf los und setze willkürlich Links – lies dir vor allem auch den letzten Teil dieses Artikels dazu durch!

linkaufbau

Die übliche Nummer 1: Content is King

Vor allem anderen sollten sich auf dem Blog wertvolle, lustige und in jedem Fall einzigartige Inhalte finden. So entstehen die besten Links und auf eine Weise, wie sie ursprünglich von Google erdacht wurde – nämlich von ganz allein. Doch wie entsteht guter Content? Diesbezüglich gibt es unterschiedliche Ansätze, aber es geht immer darum, eine Information zu bieten, auf der andere aufbauen wollen. Die eingehenden Links stellen die Entlohnung für diesen Aufbau dar.

Informationsverdichtung

Dabei handelt es sich um das Zusammenfügen von vorhandenen Teilinformationen und um deren Reduktion auf das Wesentliche. Durch die Verdichtung der Infos wird das Leben der Nutzer erleichtert. So kann der Blog beispielsweise alle Informationen zur Flüchtlingskrise in Österreich enthalten. Dabei handelt es sich um Wissen, welches an anderer Stelle auch vorhanden ist, aber nur sehr verteilt existiert (zB bei Ministerien, Hilfsorganisationen etc.). Die Zusammenführung in einem Blog hilft den Besuchern einen schnellen Überblick zu erhalten und komplexe Sachverhalte zu verstehen. Je umfassender die Zusammenführung ist, desto besser ist der Content.

Informationen kommentieren

Ein anderer Ansatz wäre es vorhandene Infos aufzugreifen und persönliche Meinungen dazu zu bieten. In den Zeitung wird diese Art Inhalt Kolumne genannt. Der Erfolg hängt von der Einzigartigkeit der Meinung ab. So wählen viele Blogs zu Filmen oder Musik einen eher negativen Ansatz, da sich Kritik leichter auf einzigartige Weise äußern lässt als Lob.

Informationen schaffen

Ähnlich zu einer Diplomarbeit kann zwar von vorhandenen Informationen ausgegangen werden, aber es müssen für diesen Ansatz gänzlich neue Teile entstehen. Das kann durch Marktstudien, Befragungen oder Forschung geschehen. Das vielleicht einfachste Beispiel wäre das Bloggen über neue Kochrezepte.

Nummer 2: Fremdkommentieren

Sobald der erste gute Content steht, sollte der Blogger bereits viel Wissen zu seiner erwählten Thematik besitzen. Diese Erfahrung sollte so effizient wie möglich eingesetzt werden. Das Schreiben von intelligenten Kommentaren auf fremden Blogs, sollte nicht schwer fallen und so können Aufmerksamkeit für das eigene Projekt und noch einige Links generiert werden.

Nummer 3: als Gastautor bloggen

Durch das regelmäßige Kommentieren kann sich jeder Blogger einen Namen machen und wenn den anderen Betreibern der eigene Content gefällt, ergeben sich Möglichkeiten für Gastbeiträge. Geht diesbezüglich sehr progressiv vor und sucht den Kontakt zu den anderen Webmastern und Bloggern. Verwandelt Konkurrenten in (Link-)Partner.

Nummer 4: Foren-Held werden

Das eigene Fachwissen kann noch an vielen anderen Orten im Netz eingesetzt werden. In Foren werden viele Fragen gestellt und wenn der eigene Blog eine gute Antwort parat hält, dann werden die Admins nichts gegen einen Link haben. Natürlich hilft es, sich mit dem eigenen Fachwissen zuerst einen Namen in den Foren zu machen. Ähnliches trifft auf den Umgang mit Social Media Kanälen zu.

Nummer 5: Mit Gewinnspielen Links gewinnen

Viele Blogthemen bieten sich für Gewinnspiele an. So können Gutscheine, DVDs, Beratungen oder ähnliche Kleinigkeiten verlost werden. Das bringt nicht nur Aufmerksamkeit und Interaktion mit den Usern, sondern auch Links. Dafür müssen die Gewinnspiele nur auf diversen Webseiten bzw. Foren beworben werden. In vielen Fällen kommt der Ball nach den ersten aktiven Werbemaßnahmen ins Rollen und weitere Seiten verlinken von sich aus.

Nummer 6: nützliche Goodies anbieten

In vielen Bereichen bieten Blogger kostenlose Dienstleistungen an. Es werden kleine Widgets, Programme, Tools, eBooks oder beispielsweise Visitenkartenvorlagen für Bloggerangeboten. Die Entlohnung für solche Dienste stellen erneut Links dar, welche entweder in den Widgets und Programmen inkludiert sind oder auf natürliche Weise entstehen.

Der Kreativität werden dabei keine Grenzen gesetzt. Und glaubt mir, es gibt viele kleine Spielereien, die sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen und auf Interessenten stoßen. Um hier auch einige Beispiele aus verschiedenen Themenbereichen zu nennen und einen Anstoß für das Brainstorming zu bieten, hier einige Ideen dazu:

  • Ein kleines Widget, dass den aktuellen Goldkurs zur verfügung stellt
  • Ein Mengenumrechner für Koch Blogs
  • Ein kleines Formular, das in einem Fashion Blog die passende Farbe der Handtasche zu den Schuhen ermittelt
  • Ein eBook mit Marketing Tipps für einen speziellen Fachbereich
  • Eine Sammlung von nützlichen Tools
  • uvm.

Nummer 7: Sponsorings eingehen

Es klingt für einen kleinen Blogger auf den ersten Blick sehr unrealistisch genug Finanzmittel für ein Sponsoring bereit zu stellen. Ein Beispiel dazu aus dem Bereich E-Sport. Viele unterschiedliche Portale wie beispielsweise strivewire.com bieten das Sponsoring von kleinen Turnieren schon für rund 100 bis 200 Euro an. So können schnell viele Links generiert werden, denn nicht nur auf den Turnierportalen, sondern ebenfalls auf vielen anderen Blogs entstehen durch News zum Turnier Links zum Sponsor. Es muss nur die Themenrelevanz beachtet werden, aber Gamer müssen auch Essen, sich kleiden oder benötigen alltägliche Gebrauchsgüter. Auch für viele andere Bereiche gibt es diese Sponsoring Möglichkeiten und der Wert der daraus entstehenden Links ist deutlich größer als der Einsatz.

Aber Vorsicht: Wer übertreibt, der fliegt (vielleicht)!

linkrisiko

Google ist sich dieser Linkbuilding Methoden natürlich sehr bewusst und es gibt viele Menschen, die versuchen den Algorithmus von Suchmaschinen auszutricksen um gute Rankings zu bekommen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig beim Linkbuilding auch als Blogger aufzupassen. Wer nur einseitig Links aufbaut und sich nur einer oder weniger Quellen bedient, die Qualität der Seiten, Themenrelevanz und Position der Links nicht beachtet begiebt sich in die Gefahr abgestraft zu werden.

Abgestraft bedeutet, dass entweder durch einen algorithmischen Filter oder ein manuelles Einschreiten durch einen Google Mitarbeiter die Rankings deines Blogs zurückgestuft werden. Wo genau hier die Schmerzgrenze liegt sind Erfahrungswerte und von Themenbereich zu Themenbereich unterschiedlich. Es gilt also möglichst keine Muster im Linkbuilding für deinen Blog zu erzeugen und diese Links natürlich aussehen zu lassen.