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Windows Superfetch / Prefetch: Häufig benötigte Dateien schon im Vorfeld laden, um schnelleren Zugriff zu erhalten

Wenn regelmäßig auf die gleichen Dateien zugegriffen wird, kann sich die Ladezeit erheblich verzögern, wenn diese auf langsameren Speichermedien abgelegt sind. Mit einer integrierten Windows-Funktion lässt sich die Ladezeit verkürzen, indem man Windows so konfiguriert, dass häufig genutzte Dateien schon im Vorfeld geladen werden.

Durch die Funktion “Superfetch” erhält man bereits beim booten einen Zeitvorteil. Leider werden dadurch manche Programme wie die zur Bildbearbeitung im Nachhinein etwas ausgebremst. Das ist aber kein Argument, um auf “Superfetch” zu verzichten, da diese Funktion über den Registrierungs-Editor so eingestellt werden kann, dass es nur beim Booten zum Einsatz kommt.

Superfetch nur beim Booten
So konfigurieren Sie “Superfetch” richtig:

1. Mit der Tastenkombination [Windows][R] öffnen Sie das Fenster “Ausführen”, geben in das Suchfeld “regedit” ein und drücken die [Enter]-Taste oder klicken auf “OK”.

2. Im Registrierungs-Editor navigieren Sie im linken Verzeichnisbaum zum Ordner

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters

3. Im rechten Bildschirmbereich öffnen Sie mit einem Doppelklick den Eintrag “EnableSuperfetch”. Im Bereich “Wert” legen Sie fest, ob und wie Superfetch arbeiten soll. Folgende Werte sind möglich:

0 (Null) – SuperFetch deaktivieren
1 – Nur den Start von Programmen beschleunigen
2 – Nur den Bootvorgang (Windows-Start) beschleunigen
3 – Programme und den Bootvorgang beschleunigen
In der Praxis sich der Wert “2″ bewährt, mit dem sie ausschließlich die Startdateien voraus laden und damit den Windows-Start beschleunigen.

Anschließend kann der Registrierungs-Editor mit der Systemschaltfläche “X” oben rechts beendet werden.

 

Wer nicht in der Registry ändern möchte kann folgendes Tool verwenden:

Windows 7 Prefetch Manager 2012 *portable*

Windows schneller machen – SuperFetch ausschalten

Mitunter legt Windows ein eigenartiges Verhalten an den Tag: Obwohl ein schneller Prozessor und viel RAM eingebaut sind, arbeitet Windows extrem langsam – meist dauert es nach dem Start mehrere Minuten, bis die Arbeit mit Vista losgehen kann. Selbst auf Systemen mit Core 2 Duo-Prozessor und zwei oder mehr Gigabyte Arbeitsspeicher ist von Schnelligkeit keine Spur. Die Festplatte rattert unentwegt und hört scheinbar gar nicht mehr auf, Dateien zu lesen oder zu schreiben.

Ein Blick in den Task-Manager ([Strg]+[Alt]+[Entf], Task-Manager starten) zeigt dabei, dass im Register Leistung in der Zeile Physikalischer Speicher – Frei die Menge des noch freien Speicher kontinuierlich gegen Null tendiert.

Schuld ist ausgerechnet ein Dienst, der Windows Vista eigentlich schneller machen soll: SuperFetch. Mit dem SuperFetch-Dienst, den es bereits unter Windows XP unter dem Namen Prefetch gab, wendet Windows einen Trick an, um flotter mit Anwendungen arbeiten zu können. Windows lädt nach dem Start einfach alle häufig benutzten Programme “auf Verdacht” schon mal in den Arbeitsspeicher. Vista analysiert dabei, welche Anwendungen Sie häufig starten. Wird eines der vorgeladenen Programme gebraucht, ist es dank Superfetch besonders schnell gestartet – es ist ja dann schon im schnellen Speicher.

Das Problem dabei: Der SuperFetch-Speicher ist sehr gierig; mit Zeit belegt es restlos den gesamten verfügbaren Arbeitsspeicher. Sind etwa vier GB Arbeitsspeicher im Rechner, nutzt Vista nach kurzer Zeit die gesamten vier GigaByte. Vista möchte damit auch vermeiden, dass bei PCs mit viel RAM der Arbeitsspeicher einfach leer und ungenutzt bleibt.

Schön und gut, der Start häufig genutzter Programme wie des Internet Explorers oder Outlooks geht mit SuperFetch tatsächlich schneller vonstatten – allerdings zu einem hohen Preis. Bevor Sie vernünftig mit Windows Vista arbeiten können, müssen Sie erst einmal warten, bis Vista Alles und Jedes in den SuperFetch-Arbeitsspeicher geladen hat. Das kann dauern und zieht den Start von Windows Vista nur unnötig in die Länge.

Wenn Sie Windows Vista schneller starten möchten, schalten Sie SuperFetch einfach aus. Das ist vollkommen gefahrlos, da SuperFetch lediglich häufig genutzte Programme vorab in den Speicher lädt. Wenn Sie auf den Service verzichten, starten Programme zwar einen Tick langsamer, dafür ist Windows Vista wesentlich schneller gestartet – und der Arbeitsspeicher ist nicht nach wenigen Minuten schon rappelvoll.

1. Rufen Sie die Systemsteuerung auf (Start | Systemsteuerung), und klicken Sie auf System und Wartung.

2. Klicken Sie auf Verwaltung und anschließend doppelt auf Dienste.

3. Klicken Sie doppelt auf Superfetch, und wählen Sie aus der Liste Starttyp den Eintrag Deaktiviert.

4. Schließen Sie die Fenster mit OK.

Ab dem nächsten Start verzichtet Windows Vista auf den Superfetch-Dienst und auf das Vorab-Laden der Programme in den Arbeitsspeicher. Mit dem Ergebnis, dass Windows Vista jetzt wesentlich zügiger startet.