ungewollte

Ungewollte Downloads per Tethering verhindern

Sie können die Internet-Verbindung Ihres Smartphones auch für Ihr Notebook benutzen. Aber Vorsicht: Sobald eine Internet-Verbindung besteht, beginnen einige Windows-Programme, Updates herunterzuladen. So verhindern Sie das.

Lösung: Die Technik nennt sich Tethering (von «to tether», auf Deutsch: anbinden oder binden) und ist in Android, iOS und Windows Phone fest integriert. Nützlich ist sie vor allem, um unterwegs mit dem Notebook Mails abzurufen oder Nachrichten zu lesen.

Doch sobald eine Internet-Verbindung besteht, beginnen einige Windows-Programme automatisch, Updates herunterzuladen. Da das kostenlose Datenvolumen der Mobilfunkverträge in den meisten Fällen begrenzt ist, führt das schnell dazu, dass die monatliche Download-Menge ausgeschöpft und anschliessend nur noch Surfen im Schneckentempo möglich ist.

Sie können Windows jedoch so einstellen, dass es in öffentlichen Netzen eine Internet-Kommunikation nur durch zuvor definierte Programme zulässt.

Der Weg dorthin führt über die Firewall von Windows. Sie lässt sich so konfigurieren, dass in öffentlichen Netzen generell kein Kontakt mit der Aussenwelt erlaubt ist, also beispielsweise keine Suche nach Updates durchgeführt wird. Damit etwa das Mail-Programm und der Browser dennoch Daten abrufen können, definieren Sie entsprechende Ausnahmen.

So konfigurieren Sie die Firewall: Rufen Sie die «Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit» auf. In Windows 8 tippen Sie dazu einfach firewall in die Suche ein und wählen die entsprechende Fundstelle aus. In Windows 7 öffnen Sie die Systemsteuerung, klicken in der Kategorie-Ansicht auf System und Sicherheit/Windows-Firewall und im folgenden Fenster links auf Erweiterte Einstellungen. Klicken Sie links oben in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste auf «Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit» und rufen Sie die Eigenschaften auf. Wechseln Sie zu «Öffentliches Profil» und stellen Sie neben «Ausgehende Verbindungen» die Option «Blockieren» ein. Schliessen Sie das Fenster mit OK.

Gehen Sie nun wieder nach links oben zur Baumstruktur und markieren Sie «Ausgehende Regeln». Rufen Sie über das Menü mit Aktion/Neue Regel den Assistenten auf. Vergewissern Sie sich, dass «Programm» ausgewählt ist und klicken Sie auf Weiter.

Im folgenden Fenster klicken Sie bei «Dieser Programmpfad» auf Durchsuchen und geben den Pfad zu Ihrem E-Mail- oder Browser-Programm an, also etwa zu \Program Files\Microsoft Office\Office 15\OUTLOOK.EXE oder zu \Program Files\Mozilla Firefox\firefox.exe

Klicken Sie auf Weiter und kreuzen Sie im folgenden Fenster die Option «Verbindung zulassen» an. Nach einem erneuten Klick auf Weiter erreichen Sie ein Fenster, in dem Windows Sie nach dem Profil fragt, für das die Regel gültig sein soll. Deaktivieren Sie «Domäne» und «Privat» und lassen Sie lediglich das Häkchen vor «Öffentlich» stehen. Nach einem letzten Klick auf Weiter gelangen Sie zu einem Fenster, in dem Sie der neuen Regel einen beliebigen Namen geben und den Assistenten mit Fertig stellen beenden.

Die neue Firewall-Einstellung wird nun automatisch aktiv, sobald Sie eine Verbindung mit einem als öffentlich gekennzeichneten Netzwerk herstellen. Achten Sie beim Konfigurieren des Tethering über Ihr Smartphone darauf, dass Sie das entsprechende Profil einstellen.

Sie können übrigens auch Ihr Smartphone davon abhalten, bei einer Mobilfunk-Verbindung automatisch Updates zu starten. Unter Android ist das schnell erledigt: Rufen Sie den Play Store auf, öffnen Sie links oben sein Menü und tippen Sie auf Einstellungen. Gehen Sie auf Automatische App-Updates und stellen Sie im folgenden Fenster entweder «Keine automatischen App-Updates zulassen» oder «Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen» ein. Diese Einstellung wirkt sich allerdings nur auf die Apps auf dem Smartphone aus, nicht jedoch auf per Tethering angeschlossene Geräte.

Ungewollte Google-Einstellungen

Einmal bei Google+ oder GMail angemeldet, stellt Google Ihnen mehr Features ein als Ihnen vielleicht lieb ist. Kennen Sie diese Einstellungen?

Man kann via GMail direkt nach Google+-Kontakten gesucht werden, ohne deren E-Mail-Adresse zu kennen. Wenn Sie nicht von irgendwelchen Fremden, die Ihnen auf Google+ nur folgen, irgendwelche Werbemails oder dergleichen erhalten wollen, können Sie jedoch diese Mailerreichbarkeit genauer auf gewisse Kontakte einkreisen oder die Funktion gänzlich deaktivieren.

Google+-Einstellungen für GMail

Wenn Sie keine E-Mails von anderen Google+-Kontakten wollen, gehen Sie zu den GMail-Einstellungen, suchen nach der Einstellung «E-Mail über Google+» und legen manuell fest, ob Sie entweder gar keine E-Mails von anderen Kreisen oder nur solche von bestimmten Kreisen erhalten wollen. Das automatische Auffinden Ihrer E-Mail-Adresse für andere Google+-Teilnehmer ist nämlich seit heute automatisch eingeschaltet.

Nicht mehr von Google getrackt werden

Wenn Sie diese Option nicht selber ausschalten, trackt Google Ihre ganzen Webverläufe, aber auch Bilder, Maps-Suchresultate oder News-Beiträge. Einiges beziehungsweise das Meiste davon können Sie ausschalten. Navigieren Sie zur Web History Page. Oben und auf der linken Seite sehen Sie sämtliche Sparten und Daten, von welchen Sie Ihre Webverläufe zurückverfolgen können. Mit dem Button links von «Einträge entfernen» selektieren Sie in den jeweiligen Kateogrien sämtliche Beiträge auf einen Schlag.

 

Sucherverläufe anpassen oder gänzlich ausschalten

Grundsätzlich müssen Sie bedenken, dass die Search History Google hilft, schneller die von Ihnen bereits angepeilten Webseiten wiederzufinden. Wenn Sie dennoch alle bisherigen Surfverläufe auf einen Schlag löschen wollen, gehen Sie wieder auf https://www.google.com/history, klicken rechts oben auf das Zahnradsymbol, wählen Einstellungen und klicken auf den bläulichen Link im Satz: «Alternativ können Sie alte Google-Suchaktivitäten vollständig löschen.» Somit verschwinden alle bisherigen Suchverläufe auf einen Klick.

 

Webverläufe gänzlich deaktivieren

Wenn Sie nicht wollen, dass Google überhaupt Ihre Webverläufe aufzeichnet, gehen Sie rechts oben auf das Zahnradsymbol, dann auf Einstellungen und deaktivieren das ganze Webprotokoll.

 

Google weiss, wohin Sie pendeln

Apropos: Google weiss auch, wohin Sie pendeln und zeichnet eventuell über Ihr Android-Handy die ganze Location History im Tagesjournal auf. Wie Sie Location History auf dem Handy ausschalten, erklärt dieser Beitrag.

Abmelden von Targeted Ads

Google+ erlaubt seit den neuen Richtlinien vom November 2013 das Einblenden von Profilbildern zu Werbeanzeigen. Wer etwa ein Unternehmen oder ein Restaurant mit einem lobenden +1 bewertet, dessen Profilbild kann zu Werbezwecken von Google verwendet werden. (Einige Nutzer waren zum Zeitpunkt der Einführung der «sozialen Empfehlungen» derart erbost über dieses Feature, dass sie kurzerhand ihr Profilbild gegen das von Google-Chef Eric Schmidt austauschten.)

 

Ausschalten der Profilbild-Werbung

Google erlaubt jedoch das Abschalten dieser sozialen Empfehlungen in Ihrem Profil. Das geschieht über den Einstellungsbereich bei den sozialen Empfehlungen. Scrollen Sie nach unten und entfernen das Häkchen bei der Standardregel zur Verwendung des Profilbilds bei sozialen Empfehlungen (siehe Bild oben) und klicken auf Speichern.

 

 

Abmelden von Nachrichten zu YouTube-Videos

YouTube generiert von den YouTube-Videos, denen Sie einen Like schenken, automatisch Playlists. Heisst aber auch: Irgendwer muss auf YouTube nur im Suchfeld ihren Google+-Profilnamen eingeben und kann ihre geliebten oder kommentierten YouTube-Videos Ihres Verlaufes sehen.

Wenn Sie niemandem mehr Einblick in Ihre privaten Bewertungen zu YouTube-Videos geben wollen, lässt sich das ausschalten über die YouTube-Einstellungen. Wählen Sie am besten die Option: «Nur meine Kontakte können mir Nachrichten senden und Videos mit mir teilen» und klicken rechts oben auf Speichern.

Abkoppelung vom Google+-Konto

Sobald Sie sich für GMail registrieren, haben Sie automatisch einen Google+-Account. Wenn Sie das Google+-Netzwerk gar nicht oder nicht mehr wollen, löschen Sie es einfach.

Navigieren Sie zu den Google+-Einstellungen. Ganz nach unten gescrollt, finden Sie die Option «Google+ deaktivieren». Nach dem Wählen der Deaktivierungsoption landen Sie auf einer Liste, die Ihnen nochmals alle Inhalte vor Augen führt, die nach Löschung des Google+-Profils entfernt werden: nämlich so gut wie alles (wie Kommentare, +1-Bewertungen und Ihr Profil).